Viertes Österreichisches Treffen zur Digitalen Linguistik
Von tool-gestützten Konkordanzen zu KI
Wann: Samstag, 21. November 2026, 9:00 - 18:00 Uhr
Wo: Der Workshop findet im Rahmen der Österreichischen Linguistik Tagung (ÖLT2026, 20. - 21. November 2026) an der Universität Salzburg statt.
Anmeldung: geschlossen.
Digitale Linguistik ist ein wachsendes interdisziplinäres Feld an der Schnittstelle von Linguistik, Informationstechnologie und Sozialwissenschaften, was sich auch in neuen Projekten, neuen Publikationsreihen und Lehrveranstaltungen zeigt. Ein zentraler Punkt der Digitalen Linguistik sind die Sprachdaten, d.h. digitale Artefakte, die die menschliche Sprache als Ausdrucksform verwenden. Die Bandbreite dieser Sprachdaten reicht von Social-Media-Inhalten, über Parlamentsprotokolle und Zeitungen bis hin zu mittelalterlichen Manuskripten. Solche Daten werden unter anderem verarbeitet, annotiert, analysiert, kuratiert, geteilt, archiviert und wiederverwendet. Weiters spielen neue Technologien wie große Spachmodelle (LLMs) und generative KI eine immer größere Rolle im Bereich der Digitalen Linguistik. Daher erstreckt sich das Themenspektrum dieses Workshops von der Erstellung von digitalen Sprachressourcen (Korpora, Wörterbücher, etc.), Anwendung und Entwicklung neuer Methoden (Nutzung von LLMs und Künstlicher Intelligenz), Datenanalyse (z.B. automatisierte Erkennung semantischen Wandels, Sentiment- und Emotionsanalyse etc.) über die Verwendung von Standards und Forschungsinfrastrukturen bis hin zu Methoden der Langzeitarchivierung oder Nachnutzung.
Als etablierte Workshopreihe, unterstützt von CLARIAH-AT, hat das “Vierte Österreichisches Treffen zur Digitalen Linguistik“ das Ziel die rezenten Entwicklungen in der österreichischen Forschungslandschaft und darüber hinaus aufzugreifen, und unterschiedliche Projekte, im Bereich der digitalen Linguistik, und die darin involvierten Wissenschaftler*innen zu vernetzen. Es sollen dadurch (1) methodologische Erkenntnisse ausgetauscht sowie eigene Forschungsergebnisse präsentiert werden und (2) Synergien durch das gegenseitige Verfügbarmachen von digitalen Sprachressourcen entstehen.
Programm
09:00 - 9:15: Introduction by the Workshop Organizers
09:15 - 09:30: The Language of Feeling: Emotion Detection in Early Modern English Drama, Gretel Goh
09:30 - 09:45: Chancen und Grenzen der automatisierten Klassifikation homonymer Kommunikationsverben mit ModernGBERT 134M, Anna-Lena Randermann
09:45 - 10:00: When Facts Survive but Knowledge Fails: Epistemic Loss in AI Transmission of Galenic Medical Reasoning, Doaa Elalfy
10:00 - 10:15: Digitale Methoden zur Erforschung progressiver Aspektualität im Deutschen, Markus Pluschkovits
10:15 - 10:30: Mapping Meaning Across Indo-European Languages: A Semantic Network Analysis Using Subs2Vec Embeddings, Lale Tüver
10:30 - 11:00 Break
11:00 - 11:30: Lexical Normalization of Viennese German in Large Language Models: A Comparative Pilot Study of ChatGPT and DeepSeek“, Deniz Özalpman
11:30 - 12:00: AI-based vs. AI-assisted Approaches in Computational Linguistics: Automatic Word Stress Detection in Belarusian, Ilia Afanasev, Maria Katarzyna Prenner
12:00 - 12:30: Wenn KI Dialekt hört: Erste Einblicke in die automatische Transkription österreichischer Dialektaufnahmen aus dem 20. Jahrhundert, Christian Huber, Maria Luisa Krapp,Katharina Korecky-Kröll
12:30 - 14:00 Break
14:00-14:30: The Wiener Abendpost as part of the CLARIN PressMint newspaper corpora, Tanja Wissik, Claudia Resch, Christian Lendl
14:30 - 15:00: Mapping Medieval Matter: Semantic Structuring and Lexical Variation in Tyrolean Castle Inventories, Elisabeth Gruber-Tokic, Karoline Irschara, Claudia Posch
15:00 - 15:30: Ad-hoc-Werkzeuge für multimodale Sprachdaten: Sichten, Sortieren und Annotieren mit KI-Agenten, Daniel Pfurtscheller
15:30-16:00 Break
16:00 - 16:30: Digitization, linguistic diversity, and the digital language divide, Andreas Baumann, Juliane Benson, Stefan Ceska, Hannes Essfors, Hannes Fellner, Amandine Grieshaber, Julia Neidhardt, Katharina Zeh
16:30 - 17:00: Classifying Slovenian dual personal pronouns on a clusivity scale with a local large language model, Teodor Petrič
17:00 - 17:30: When Darija Becomes MSA Measuring Linguistic Normalisation Pressure in Large Language Models, Elhadj Moussa BenMoussa
17:30 - 18:00: From Śābdabodha to AI: Computational Modelling of Sentence Meaning in Sanskrit, Tapas Khanra, Malhar Kulkarni (online)
ÖLT2026 Programm ÖLT2026 Websiterelated links:
- Österreichisches Treffen zu Sentimentinferenz (ÖTSI 2021, 2023)
- Erstes Österreichisches Treffen zur Digitalen Linguistik (2023)
- Zweites Österreichisches Treffen zur digitalen Linguistik (2024)
- Drittes Österreichisches Treffen zur Digitalen Linguistik (2025)
- Viertes Österreichisches Treffen zur Digitalen Linguistik (2026): Call for Papers